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Teilspange Güterbahnhof–Liebegg St.Gallen
Kein Autobahn-Anschluss am Güterbahnhof

Vorhersehbare Antworten im Nationalrat auf Fragen zur Teilspange

In der Fragestunde des Nationalrats wollte Claudia Friedl (SP) wissen, ob denn der Liebeggtunnel nicht den neuen Ruckhalden-Bahntunnel konkurrenziere. «Es gehe nicht darum, zusätzliche Strassenkapazitäten anzubieten. Die neue Strassenverbindung werde den ÖV darum kaum konkurrenzieren.»
Der Bundesrat geht mit seinen eigenen Beurteilungskriterien zum Bau neuer Strassen ziemlich locker um. Natürlich wird mit dem Liebeggtunnel die Wahl des Verkehrsmittels für viele Teufener zugunsten des Autos ausfallen.friedl ryser brunner
Stellten Fragen an den Bundesrat: Claudia Friedl (SP), Franziska Ryser (Grüne) und Thomas Brunner (GLP)


Mit dem Wissen,
dass dereinst ein Strassentunnel nach Teufen gebaut würde, wäre für den Bahntunnel kein Kredit gesprochen worden. Seine Rentabilität wird so in Frage gestellt. Im Gegensatz zu Strassenbauten wird die Wirtschaftlichkeit bei ÖV-Bauvorhaben immer genau geprüft.

«Aktuelle Verkehrsprognosen zeigen ein weniger starkes Wachstum als noch vor zehn Jahren, als diese Variante mit dem Autobahnanschluss Güterbahnhof definiert wurde.» Die Grüne Nationalrätin Franziska Ryser wollte darum vom Bundesrat wissen, ob nun die Teilspange neu beurteilt werde – und ob es möglich sei, die beiden Projekte, 3. Röhre Rosenberg und Teilspange, zu etappieren.
Der Bundesrat spricht von anderen Verkehrsprognosen. Er ignoriert somit auch den zweifach an der Urne geäusserten Willen der Stadt St.Gallen, den motorisierten Individualverkehr nicht weiter anwachsen zu lassen.
Und wenn der Bundesrat in seiner Antwort die Teilspange mit «Entlastung bestehenderStrassen zu Gunsten derWohnlichkeit» begründet, so muss doch erwähnt sein, dass der vom Bund finanzierte Abschnitt, der Feldlitunnel von der Autobahn zum Güterbahnhof, hierzu nichts beiträgt.

Die Wechselwirkung zwischen Zubringer Appenzellerland via Herisau und der Teilspange Güterbahnhof wurde auch vom Bund nie untersucht. Er hält weiterhin an beiden Projekten fest. Die Antwort des Bundesrats auf eine Anfrage von Nationalrat Thomas Brunner (GLP) lässt darauf schliessen: "Die beiden Vorhaben beeinflussen sich kaum."

Tatsächlich ist die Route via Güterbahnhof auch ohne Ausbau in Herisau nur für 13'000 Einwohnerinnen und Einwohner von Teufen, Bühler und Gais die schnellste.