logoTeilspange Güterbahnhof-Liebegg – Teilprojekt der «Engpassbeseitigung St.Gallen»
Gegen den Autobahnanschluss am Güterbahnhof

12 gute Gründe sprechen gegen die Teilspange Güterbahnhof

Es wird nicht einmal die Wirtschaftlichkeit in Frage gestellt – dies im Gegensatz zu Bauvorhaben für den Öffentlichen Verkehr.
Der Klimaschutz spricht gegen eine Umsetzung.

Dieses Projekt ist aufgrund der Gegebenheiten voller Kompromisse: Der Anschluss an die Autobahn erfolgt nur Richtung Zürich, am komplexer Knoten St.Leonhard werden öffentlicher, Velo- und Fussverkehr benachteiligt bis marginalisiert, Nutzung und Bepflanzung des Güterbahnhofs werden eingeschränkt und der Lebensraum Wattbachschutzgebiet wird gestört.

Es ist Zeit, einzusehen, dass das nicht 870 Mio. Franken Wert sein kann.

Es gibt zahlreiche Gründe ausserhalb des "ideologischen Rahmens", welche gegen eine Umsetzung dieses Autobahnzubringers nach Teufen sprechen.

ideenverbot

1. Bessere Massnahmen werden blockiert

Dieses Grossprojekt blockiert wirksamere Massnahmen mit besserem Kosten-Nutzen-Verhältnis, die sich schneller umsetzen lassen. Eine mögliche Lösung für ein Problem, das als akut bezeichnet wird, erst in 20 Jahren zu haben, ist keine Perspektive.

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nutzen

2. Das Projekt ist schädlich fürs Klima und die Umwelt

Das Projekt ist für das Klima und die Biodiversität schädlich. Der CO2-Ausstoss durch den Bau wird auf 450'000 Tonnen geschätzt. Die notwendige ökologische Durchgrünung der Stadt wird verunmöglicht, das Schutzgebiet Wattbach gestört.

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kosten

3. Es ist mit Kosten von gegen CHF 870 Mio. für ca. 3 km Strasse zu rechnen.

Auch wenn es sich hier um einen hohen Anteil an zweckgebundenen Bundesgeldern handelt, sind es doch Steuergelder. Diese Kosten stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen. Bei sämtlichen öffentlichen Ausgaben, insbesondere auch jenen für den ÖV, werden Wirtschaftlichkeitsrechnungen gemacht. Im Strassenverkehr scheint dies nicht nötig zu sein.

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keine verzweigung

4. Die Teilspange Güterbahnhof erschliesst nur den Verkehr auf der A1 von und nach Westen.

Der Verkehr von und nach Osten wird auch nach Vollendung der neuen Tunnels über die St.Leonhardsbrücke und die St.Leonhard-Kreuzbleiche-Kreuzung fliessen müssen.

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landreserve

5. Eine definitive Nutzung des Güterbahnhofareals bleibt für Jahrzehnte blockiert.

Das Güterbahnhofareal ist die letzte grosse Brache in Zentrumsnähe. Eine definitive Nutzung wird durch den Bau der Autobahnausfahrt für lange Zeit blockiert. Ausserdem schränkt die unter- und überirdische Belegung durch Strassen andere Nutzungen stark ein.

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denkmalschutz

6. Irreparable Schäden – Es müssten Gebäude abgerissen werden

Zwar könnte die unterirdische Strasse am geschichtsträchtigen Mittelbau des Güterexpeditionsgebäude vorbei geführt werden. Doch die östliche Erweiterung soll abgerissen werden. Auch manchen anderen markanten Bauten droht der Bagger.

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mobilitaet

7. Neue Strassen wecken neue Mobilitätsbedürfnisse.

Entscheidend für die Wahl eines Ziels ist die Zeit, die benötigt wird, um es zu erreichen, nicht die Distanz, die zurückgelegt werden muss. Neue Strassen vergrössern zweifellos die Verkehrsmenge.

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engpass

8. Neue Engpässe werden entstehen.

Vor der Sitterbrücke entsteht ein neuer Engpass, wo sich gesamthaft in Richtung Zürich 6 Spuren auf 3 vereinigen müssen.
Ein für die Stadt bedeutender Engpass würde am erweiterten Knoten bei der St.Leonhard-Brücke entstehen.

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nutzen

9. Die Teilspange Güterbahnhof erschliesst lediglich den Raum Teufen-Bühler und evtl. Gais.

Hier sollen also ca. 850 Mio. Franken zur Erschliessung eines Gebiets von ca. 12'000 Einwohnerinnen und Einwohnern ausgegeben werden. Die gegenseitige Wirkung des Zubringers Appenzellerland via Herisau (A25) und der Ausbau des ÖV-Angebots wurden nicht untersucht.

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baustelle

10. Die Bauzeit wird ca. 10 Jahre dauern

Die Baustellen werden das Stadtbild prägen. Täglich wird alleine der grosse Bauplatz Güterbahnhof 250 bis 300 LKW-Transporte via St.Leonhard-Brücke – Autobahneinfahrt Kreuzbleiche zur Deponie oberhalb Riederen bei Mörschwil mit sich bringen. Hinzu kommen Fahrten zur Baustelle Liebegg via Teufener Strasse.

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Sicherheit

11. Sicherheit

Noch 2014 wurde ein unterirdischer Kreisel durch das Astra aus Sicherheitsgründen und weil er sich mit den Nationalstrassennormen nicht vereinbaren lässt, abgelehnt. Offenbar stellt das nun kein Problem mehr dar.

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checkliste

12. Kriterien des Bundes zur Aufnahme ins Programm nicht erfüllt

Der Bund hat in seiner Beurteilung die Engpassbeseitigung St.Gallen aus 3. Röhre Rosenberg, Pannenstreifenumnutzung und Zubringer Güterbahnhof Liebegg als Einheit betrachtet. Werden die untenstehenden Indikatoren und Kriterien jedoch nur für den Zubringer Güterbahnhof Liebegg angewendet, würde dieser klar durchfallen.

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Weitere Argumente

Ideenverbotschädlich für die Umweltkostenkeine verzweigunglandreservedenkmalschutzmobilitaetengpassnutzenbaustellesicherheitcheckliste