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Teilspange Güterbahnhof–Liebegg St.Gallen
Kein Autobahn-Anschluss am Güterbahnhof

kosten

3. Es ist mit Kosten von gegen CHF 850 Mio. für ca. 3 km Strasse zu rechnen.

Auch wenn es sich hier um einen hohen Anteil an zweckgebundenen Bundesgeldern handelt, sind es doch Steuergelder. Diese Kosten stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen. Bei sämtlichen öffentlichen Ausgaben, insbesondere auch jenen für den ÖV, werden Wirtschaftlichkeitsrechnungen gemacht. Im Strassenverkehr scheint dies nicht nötig zu sein.


850 Mio Franken für 3km Autobahnzubringer mit je 1 Spur pro Richtung ist ziemlich teuer. Zum Vergleich: Für die 33km lange Bodensee-Thurtalstrasse  (BTS) werden 1.7 Mia. CHF geschätzt.

Kosten Engpassbeseitigung, Anteil Bund (2021): 1'244'000'000  CHF
Kosten Liebeggtunnel und städtische Anschlüsse:  ca. 200'000'000 CHF
Gesamtkosten:  ca. 1'444'000'000 CHF

Gesamtkosten Engpassbeseitigung (2022): ca. 1'444'000'000 CHF
Anteil 3. Röhre Rosenbergtunnel (2014) + Mehrkosten (2022) 630'000'000  CHF
Anteil Teilspange Zubringer Güterbahnhof und Liebeggtunnel  ca. 815'000'000 CHF

 

teilspange zubringer gueterbahnhof tunnel liebegg

Den Grossteil der Kosten für die gesamte Engpassbeseitigung trägt der Bund. Sein Anteil beträgt 1,244 Milliarden Franken. Konkret wird der Bund die dritte Röhre des Rosenbergtunnels, den Zubringer Güterbahnhof (Tunnel Feldli plus Kreisel) und die permanente Pannenstreifenumnutzung zwischen St.Fiden und Neudorf bezahlen.

Die Region muss demnach nur noch die finanzielle Belastung für die Anschlüsse an die Stadt und den Tunnel Liebegg stemmen. Kostenpunkt: 150 bis 200 Millionen Franken. Für den Kostenverteiler hat man sich auf das Territorialprinzip geeinigt. Den Mammut-Anteil wird deshalb der Kanton St. Gallen übernehmen, gefolgt von der Stadt und dem Kanton Appenzell Ausserrhoden.

Da auf Ausserrhoder Gebiet lediglich die Hälfte der Wattbachbrücke sowie der Knoten mit der Hauptstrasse St.Gallen – Teufen zu liegen kommt, wird sein Anteil am geringsten ausfallen, siehe Grafik unten.

Für den Kostenanateil der Stadt St.Gallen wird eine städtische Volksabstimmung nötig sein. Die Krux dabei ist, dass das Gesamtprojekt bei einem Nein nicht gefährdet ist.  Gestrichen werden können flankierende Massnahmen oder der Tunnelausgang Oberstrasse.

Interessant ist die Kostenentwicklung

2014 war noch von Gesamtkosten von CHF 875 Mio. die Rede – ohne Liebeggtunnel.
Den Liebeggtunnel eingerechnet ergäbe das 1'075 Mio.
Zu diesem Zeitpunkt wird die Teilspange bzw. der Feldlitunnel mit 2 Spuren pro Richtung definiert.
finanzierung 2014

Mit der Erweiterung um den Liebeggtunnel und den zuerst angedachten unterirdischen Verflechtungen stiegen die groben Kostenschätzungen auf 1'700 Mio. Das Rückkommen auf den zuerst aus Sicherheitsüberlegungen und nicht den Normen entsprechenden Kreisel brachte die Kosten runter auf ca. 1'200 Mio. CHF.

2019: Bei der Präsentation wurde ein Bundesanteil von CHF 1'144 Mio. kommuniziert. Um die Kosten auf diesen Betrag zu senken, wurde der Feldlitunnel auf je 1 Spur pro Richtung abgespeckt.

2022: In der Botschaft zur STEP-Vorlage vom Februar 2022 des Bundes steht nun CHF 1'244 Mio. Die zusätzliche 100 Mio. Aufwand brauche es für Anpassungen zwischen St.Fiden und Neudorf. Dies ist im "Erläuternden Bericht" zur STEP-Vorlage zu entnehmen.
Der Anteil für die Region bleibt beim ungefähren Betrag von "150 bis 200 Mio". Eine Kostensteigerung ist auch hier denkbar, denn in diesen Kosten sollen neben dem Liebeggtunnel auch die beiden anderen Tunnelausfahrten Richtung Zentrum und zur Oberstrasse sowie die Anpassungen am untergeordneten Strassennetz enthalten sein.


Die aktuell laufende Sanierung
der Autobahn durch St.Gallen kostet 550 Mio., nachdem sie zuerst auf 500 Mio. budgetiert war. Sie dauert bis 2027. Darin ist kein Ausbau enthalten. Verwirrend ist in diesem Zusammenhang die Kommunikation. Der Bau der 3. Röhre wird auch damit begründet, dass man nachher die bestehenden Tunnelröhren ohne Verkehrsbehinderungen sanieren könne. Doch diese Sanierung erfolgt bereits im laufenden Programm. Offenbar wird in zwei Etappen saniert.

 

Übrigens: Der Schorentunnel mit dem Anschluss Kreuzbleiche wurde 1987 mit CHF 123.4 Mio. abgerechnet, teuerungsbereinigt: ca. 285 Mio. CHF

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